Etwas verspätet hier der Bericht zu unserem Camping Trip:
Letzte Woche Montag haben wir uns in 3 Vans und einem Van vollgestopft mit Schlafsäcken und Lebensmitteln morgens auf den Weg nach Newport gemacht. Das super Wetter, das wir die ganze Woche davor in Portland genossen haben, hat uns 5km vor der Küste leider im Stich gelassen - ab dort war es kalt, nass und neblig. Nachdem wir uns damit abgefunden hatten, dass wir unsere kurzen Hosen und Badesachen nicht brauchen würden (obwohl sich einige wenige Mutige doch in den 12°kalten Pazifik gewagt haben), war der erste Tag mit Zelten aufbauen, kochen und anschliessendem Lagerfeuer auch schon schnell vorüber.
Am nächsten Vormittag ging es dann zum Crab Fishing, ein Erlebnis der besonderen Art! Wir wurden zu dritt oder viert in kleine Boote gesetzt, bekamen je vier Netze mit Köder, Eimer und ein Lineal und wurden aufs Wasser geschickt. Nachdem wir die eklig aussehenden Köder (gerüchteweise tote Tiere aus der Pelzindustrie...) in den Netzen befestigt hatten, mussten wir sie nur noch im Wasser versenken und dann in regelmäßigen Abständen kontrollieren. Da keiner von uns besonders viel Ahnung hatte, haben wir die Netze zuerst im tiefen Wasser versenkt, was nicht besonders erfolgreich war. Nach einer Weile sind wir dann auf die Idee gekommen, es näher am Ufer zu versuchen, und siehe da, nach 10 Minuten hatten wir 5 Krabben im Netz! Obwohl sie mir ziemlich groß vorkamen, mussten wir sie trotzdem wieder ins Wasser zurückwerfen da sie den strengen Fangvorschriften nicht entsprachen. Nach einer Weile hatten wir richtig Routine im Netze auswerfen und einholen und das Boot konnte auch jeder von uns steuern. Leider waren die meisten Krabben aber zu klein oder weiblich, so dass wir sie nicht behalten durften. Am Ende hatten wir eine Krabbe in unserem Eimer, da einige der anderen aber erfolgreicher waren, war unser Abendessen trotzdem gesichert :-) Als wir eigentlich schon zurück in den Hafen fahren wollten, sind wir sogar noch in Seenot geraten, da sich eine Leine um unsere Schraube gewickelt hat und wir manoevrierunfähig waren. Glücklicherweise waren andere Boote in der Nähe die uns erst von den Felsen weggezogen und dann die Leine durchgeschnitten haben. So sind wir alle wieder sicher an Land gekommen.
Nach einem kurzen Lunch und Spaziergang durch den Hafen ging's zurück zum Campingplatz. Dort hatten wir etwas Zeit am Strand bevor es ans Essen kochen ging - 30 Leute waren schon gespannt auf das sogenannte "Crab Boil", ein Eintopf aus den gefangenen Krabben, Kartoffeln, Maiskolben, Zwiebeln und Würstchen. Als es ans Essen ging, bestanden unsere einheimischen Begleiter darauf, den Eintopf auf den Tisch zu schütten und mit den Fingern zu essen, das sei "a cultural experience we couldn't miss". Es war auf jeden Fall ein Erlebnis, und jetzt weiss ich auch wie man Krabben mit den Fingern isst :-) Später sind wir noch gemeinsam an den Strand gezogen und haben den Abend am Lagerfeuer mit Meeresrauschen ausklingen lassen.
Am nächsten Morgen haben wir unsere Sachen gepackt und uns mit einem kleinen Zwischenstop im Outlet-Center auf den Rückweg nach Portland gemacht, wo uns wieder schönstes Wetter erwartete. Dort gab es abends noch ein gemeinsames Abschiedsessen mit anschließendem Clubbing, bevor wir uns alle Donnerstag früh in unsere neuen Heimatstädte in ganz Oregon aufgemacht haben...
2 Kommentare:
Hihi,...du fängst Krabben und ich Muscheln - die Linealaktion kommt mir bekannt vor, aber wir mussten die Teile auch noch zählen (50 pro Person...)und ein weiterer Unterschied: wir habe die Teile auf "zivilisierte Art und Weise" gegessen ;-) Grüße aus dem Frühling!! Jasmin
Hey,
Angie die "Anglerin", sehr lustig!
VLG Sonja
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