Mittwoch, 16. Januar 2008

Part III: Las Vegas


Von LA sind wir dann mit dem Bus nach Las Vegas gefahren (zu dem Komfort der Busse und den Leuten die darin mitfahren werde ich mich hier nicht äußern...)
Nach der beeindruckenden Empfangshalle des MGM Grand die direkt ins Casino übergeht, bestaunten wir unser Zimmer im 25. Stock. Die 2 Queensize Betten und das geräumige, blitzblanke Badezimmer waren nach den 9 Tagen im Hostel eine ersehnte Abwechslung, und der Ausblick direkt auf den Strip ein unerwarteter aber willkommener Bonus! Die nächsten beiden Tage wanderten (angesichts der Größe keine Übertreibung) wir durch die großen Hotels und Casinos: das New York New York, Bellagio, Ceasar's Palace, Mandalay Bay, Luxor, Excalibur, Venetian... Jedes nach einem anderen Motto gestaltet und sich an Attraktionen gegenseitig überbietend. Am Besten hat mir der künstliche Himmel und der Kanal mit echten Gondeln im Venetian, der Vulkan vorm Mirage, der Eiffelturm am Paris und die Fontänen vorm Bellagio gefallen. Letztendlich haben die Casinos aber doch alle Eines gemeinsam: endlose Reihen an Spielautomaten und -tischen, so angeordnet, dass man sich auch mit dem besten Orientierungssinn darin verläuft. Nichtsdestotrotz sind die Casinos und der Strip mit den vielen Neonlichtern ein beeindruckender Anblick; ebenso faszinierend wie die Tatsache, dass man in 10 Minuten von New York nach Paris nach Vendig laufen kann.
Nachdem wir den ersten Abend in einem Club im MGM verbracht hatten, versuchten wir am zweiten Abend unser Glück im Spiel. Für jeweils 10$ saßen wir 2 Stunden an diversen Spielautomaten (mit dem niedrigsten Einsatz von 2 oder 5 Cent). Gewonnen haben wir am Ende beide nichts, aber auch nicht viel verloren. Netter Nebeneffekt: solange man spielt, bekommt man alle Drinks umsonst :-) Und bevor wir am nächsten Tag zum Flughafen gefahren sind, habe ich mit 2$ Einsatz doch noch 10$ an einem der Automaten gewonnen - netter Abschluss für tolle 13 Tage!






















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Part II: Los Angeles


Von San Luis Obispo fuhren wir am nächsten Morgen zuerst nach Santa Barbara, eine nette kleine Stadt und angeblich der neue In-Ort in Californien. Nach einem kurzen Zwischenstop fuhren wir durch Malibu weiter nach Santa Monica, wo die berühmten Rettungsschwimmerhäusschen aus Baywatch stehen. Ausserdem gibt es einen Pier mit Riesenrad und Achterbahn. Dort konnten wir am Strand den nächsten Sonnuntergang bestaunen bevor wir zu unserem Hostel nach Hollywood fahren wollten. Nicht gerade die beste Idee, zur Rush Hour durch LA zu fahren... Für die 13 Meilen zum Hostel haben wir fast 2 Stunden gebraucht. Und LA meinte es auch weiterhin nicht gut mit uns: wir hatten gerade eingecheckt und unser 6er-Zimmer bezogen, als wir noch etwas essen gehen wollten und feststellen mussten, dass unser Auto direkt vor dem Hostel abgeschleppt worden war. Zum Glück war noch ein Abschleppwagen da, der uns direkt mitnahm, so dass wir unser Auto gleich wieder auslösen konnten, aber die 200$ Strafe hat unsere Stimmung doch etwas gedrückt. Obendrein waren wir die erste Nacht mit 3 verrückten Japanerinnen auf dem Zimmer, die sich nachts um 2 noch mitten im Zimmer die Haare fönten und uns um 6 Uhr früh schon wieder laut kichernd und redend weckten, so dass wir LA am nächsten Morgen schon ziemlich satt hatten und lieber direkt wieder nach San Francisco zurückgefahren wären.



Aber die nächsten 4 Tage wurden dann doch noch überraschend gut, und auch wenn die Stadt an sich nicht besonders schön ist (vor allem Hollywood und der Walk of Fame sind ziemlich heruntergekommen), kann man sich gut die Zeit vertreiben. Zu unseren Highlights gehörte eine Tour zum Runyon Canyon mit Blick auf die Stadt und (mal wieder) den Sonnenuntergang, die Comedy Night im Hostel, ein Tag in den Universal Studios, eine Tour durch LA in einer Stretch-Limousine mit 20 anderen aus dem Hostel, ein Nachmittag am Venice Beach, sowie der ebenfalls vom Hostel organisierte Pub-Crawl aka "Creep-Crawl" (guess why... :-)). Außerdem waren Fanny und ich fleißig shoppen und waren in der Melrose Avenue beim Friseur. Und natürlich haben wir im Hostel auch wieder jede Menge neue Leute kennengelernt und die Abende feucht-fröhlich in der Lounge verbracht :-) Am Ende unserer Tour hatten wir Leute aus über 20 Ländern getroffen und hatten mit 12 Mädels aus 7 Nationen das Zimmer geteilt.

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Dienstag, 15. Januar 2008

Part I: San Francisco


Nachdem ich morgens noch meine letzte Klausur geschrieben und wir ein paar kleine Hindernisse überwunden hatten (Schienenersatzverkehr auf dem ersten Teil der Strecke wegen Sturm, Bus fast verpasst weil ich getrödelt habe...) saßen Fanny und ich nachmittags im Zug nach San Francisco. Amtrak braucht nach San Francisco zwar fast 17 Stunden (mit dem Auto schafft man's in 9), aber großzügige 2 Meter Beinfreiheit und Sitze mit Fußstütze die sich komplett herunterklappen lassen machen die Reise doch zu einem recht komfortablen Erlebnis. So kamen wir am nächsten Morgen in San Francisco an und nach einem kurzen Abstecher ins Hostel (wir hatten ein 4er-Zimmer, unsere Mitbewohnerin war eine Deutsche aus München) machten wir uns auf nach Chinatown. Leider war der erste Tag ziemlich verregnet, so dass wir uns nachmittags erstmal ein kleines Nickerchen gönnten (was in den nächsten 12 Tagen zu einer wohlgehegten Tradition werden sollte :-)). Frisch gestärkt bereiteten wir uns dann darauf vor, in meinen Geburtstag reinzufeiern. Glücklicher Zufall, dass unser Hostel an diesem Abend im hauseigenen Partykeller einjähriges Bestehen feierte - so bekam ich ca. 50 Partygäste aus aller Welt sowie Essen und Alkohol for free!
Am nächsten Morgen und den ganzen Rest unserer Reise hatten wir traumhaftes Wetter. Die nächsten 3 Tage in San Francisco füllten wir mit dem üblichen Touristenprogramm: Fisherman's Wharf, Alcatraz, Coit Tower, Lombard Street, Castro, Golden Gate Bridge, Ocean Beach, Golden Gate Park, Twin Peaks... Die Abende verbrachten wir meistens im Hostel wo wir nette Leute aus Australien, Norwegen, England und vielen anderen Ländern kennengelernt hatten, und wo jeden Abend Partystimmung war. So bekamen wir zwar nicht viel Schlaf (da spätestens um 10 Uhr früh der Putzdienst mit Staubsauger in unser Zimmer kam), aber wir hatten eine erlebnisreiche Zeit und haben ein paar tolle Leute kennengelernt!

Von San Francisco sind wir dann mit unserem Mietauto den Highway 101 an der Küste entlang gefahren. Wir hatten 2 Tage Zeit für die ca. 700km nach Los Angeles. Am ersten Tag haben wir mittags in Santa Cruz gehalten und anschließend an der Küste nach einem geeigneten Rastplatz für unser obligatorisches Nachmittagsschläfchen Ausschau gehalten (3 Stunden Schlaf in der Nacht davor waren einfach nicht genug ;-)). Nach laaaanger Suche fanden wir den perfekten Platz: ein kleiner Aussichtspunkt auf einem Felsvorsprung direkt an der Küste, unter uns das Meer und die Sonne kurz vor dem Untergehen. So bekamen wir nicht nur den nötigen Schlaf, sondern auch noch die perfekte Aussicht auf einen kitschig-schönen kalifornischen Sonnenuntergang mit vorbeiziehenden Pelikanen! Aber ich glaube das Bild spricht für sich...


Anschließend fuhren wir noch ein gutes Stück an der Küste weiter. Wir befanden uns schon seit San Jose auf dem Highway 1, der sich direkt an der Küste entlangschlängelt. Inzwischen war es völlig dunkel (Straßenbeleuchtung ist hier eine Seltenheit) und aufgrund der vielen Kurven schlichen wir mit 50km/h oder weniger die Küste entlang, als wir bemerkten, dass unsere Tankanzeige inzwischen auf Reserve stand. Eine Tankstelle hatten wir schon ewig nicht mehr gesehen, also hofften wir, dass bald eine kommen würde. Nach 20 Meilen und keiner Tankstelle in Sicht, geschweige denn irgendeinem Anzeichen von Zivilisation (und dabei ist Californien doch der bevölkerungsreichste Staat...) wurden wir langsam nervös. Vor allem da wir weit und breit das einzige Auto waren und natürlich auch mal wieder keinen Handyempfang hatten, sahen wir uns schon ängstlich im Dunkeln am Straßenrand sitzen oder zu Fuß zur nächsten Tankstelle laufen. Irgendwann kam ein Schild: nächster Ort in 7 Meilen. Ok das schaffen wir noch, dachten wir uns. Nach 7 Meilen und nicht einem einzigen Haus kam das nächste Schild: nächster Ort in 9 Meilen. Aaahhh! So ging das einige Male bis wir irgendwann tatsächlich einen kleinen Ort mit einer einsamen Zapfsäule und einem noch einsameren Tankwart erreichten. Der riet uns zwar davon ab dort zu tanken da die Gallon stolze 5 Dollar kostete (statt 3,20 normal), aber nachdem wir unsere Situation erklärt hatten, gab er uns gerade soviel Benzin, dass wir es bis zur nächsten Tankstelle schaffen konnten. Erleichtert waren wir kurz danach zurück auf dem Highway 101 auf dem wir schneller vorankommen und vor allem volltanken konnten. Nach diesem Abenteuer waren wir erstmal etwas aufgekratzt und schwelgten in Erinnerungen an den "Later Crake" (=Crater Lake) und Fanny fantasierte von Schneeschnuppen :-) In San Luis Obispo beschlossen wir schließlich zu übernachten.

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Freitag, 11. Januar 2008

California, here we come


Venice Beach, Los Angeles, California